We introduce: Sarah and NAYA

PORTRAIT OF A LADY (SOMETIMES A MEN) AND EVERYTHING I LOVE TO RECOMMEND

 

Liebe Sarah, bitte stell Dich in 5 Sätzen kurz vor

Hey, mein Name ist Sarah. Ich bin die Gründerin von NAYA. Wir sind ein inhabergeführtes Unternehmen und wir lieben es das beste aus der Natur, mit alten Weisheiten und mit moderner innovativer Wissenschaft zu kombinieren. In der Freizeit liebe ich es zu kochen, neues zu probieren und zu verreisen. Ich habe eine kleine Hauspflanzen Liebe oder vielleicht eher Sucht? Und kümmere mich um ca 100 Hauspflanzen.


Und hier noch 10 kurze Fragen:

Was ist Dein Lieblingswort und warum?

Ich liebe das Wort “Wanderlust”, obwohl es aus zwei deutschen Wörtern kreiert wurde, wird es eher in der Englischen Sprache verwendet. Deutsche würde eher ‚Fernweh‘ sagen – das starke Verlangen zu reisen. Es ist ein Wort, das ein starkes Gefühl vermittelt, wenn man es ausspricht, und ich liebe Wörter, die ein kompliziertes Gefühl oder einen Gedanken leicht zur Aussprache bringen und zusammenfassen können.


Welches Erlebnis hat Dich in den letzten 3 Monaten am meisten berührt?

Die letzten drei Monate waren anstrengend für mich, da ich sehr an meiner Mentalen Gesundheit arbeiten musste. Dieses Jahr war nicht einfach mit vielen Höhen und Tiefen – klar hat man viel gelernt – aber es hat Wunden hinterlassen. Die zu einem Burnout führten. Ich habe es daher die letzten Monate langsamer angehen lassen müssen, um mich auf mich zu fokussieren. Ich bin immernoch nicht 100%, aber ich bin mir meiner mentalen Gesundheit mehr bewusst, denn je.


Was ist Dein Motor ?

Viele haben eine Geschichte, wieso Sie Ihre Brand gelauncht haben. Bei uns war der Grund nicht, da ich unbedingt Hautprobleme hatte, und konnte nichts im Markt finden. Ich wollte diese NAYA launchen wegen einem Grund, der grösser war und auch weiterhin ist, als meine eigenen persönlichen Bedürfnisse.

Unser Hauptziel bei NAYA war und ist weiterhin, ein Geschäftsmodell mit in die DNA integrierter Philanthropie zu etablieren und unsere Verbraucher durch die von uns entwickelten und auf den Markt gebrachten Produkte wieder mit Mutter Natur zu verbinden.

Unsere Mission ist es, ein Bewusstsein für den Amazonas und die Bedeutung seines Schutzes, durch die dort lebenden indigenen Gemeinschaften und ihre Weisheit zu schaffen.
Durch die Ernte von Produkten aus der Region mit einheimischen Wirkstoffen können indigene Gemeinschaften ein stabiles Einkommen erzielen und stolz auf ihre Kultur und ihr Land sein. Diese Sensibilisierung und Verschiebung der Nachfrage bedeutet, dass Transparenz jetzt von entscheidender Bedeutung ist. Wir sind bestrebt, ein Unternehmen zu sein, das Informationen liefert, woher unsere Produkte / Wirkstoffe stammen und warum wir bestimmte Wirkstoffe gegenüber anderen bevorzugen.
Damit ist jeder Schritt in der Lieferkette bekannt und nachvollziehbar. Verbraucher versuchen immer mehr, verantwortungsbewusste Bürger der Welt zu sein und sie erwarten dasselbe von Unternehmen. Verbraucher haben so viel Macht, die Welt zu verändern, indem sie sich bewusst sind, wie und wo Sie ihr Geld investieren und was sie kaufen.

 

Wie hältst Du Dich in Balance?

Sich in seiner eigenen Haut wohlzufühlen, ist mir am wichtigsten. Daher ist mein Wellbeing-Routine ein großer Teil meiner Selbstpflege und meiner Fähigkeit, Stress abzubauen. Es geht darum, meinen Schlaf zu bekommen, mich hydriert zu fühlen und nahrhaft zu ernähren. Auch regelmäßig Sport zu treiben, ist für mich entspannend, weil es mir tatsächlich ermöglicht, Endorphine auf natürliche Weise freizusetzen und mich von Stress zu befreien. Wenn ich mich von „innen nach außen“ gut fühle und meinen Körper und meine Seele mit dem versorge, was sie brauchen, kann ich den Stress bewältigen, der mit dem Start eines Startups einhergeht. Self-Care bedeutet auf verschiedenen Ebenen auf mich selbst aufzupassen: auf körperlicher, emotionaler und geistiger Ebene. Und das ist der tägliche Motor auch, der mir hilft weiterzumachen.

 

Was bringt Dich sofort aus der Balance?

Wenn ich “hungrig” bin. Hangry” ist ein cleveres Portmanteau aus “hungrig” und “wütend” und ein Adjektiv, das beschreibt, dass man aufgrund von Hunger gereizt ist. Ich bin also jemand, der immer einen Snack und Wasser dabei hat, um diese Phase zu vermeiden. Für mich selber und zur Sicherheit meiner Mitmenschen. :o)

 

Lieblingsbuch?

Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett. Das ist mein Motto. J

 

Lieblingsfilm?

Avatar ist einer meiner Lieblingsfilme. Mit Avatar wurde eine neue innovative Technologie entwickelt – eine neue Form der Motion-Capture-Technologie – die die Gesichtszüge und Bewegungen der Darsteller am Set abbildet und diese Bewegungen auf die Animation überträgt, die vollständig computergeneriert waren.
Einfach faszinierend! Avatar war nicht nur technologisch fortschrittlich, auch der Inhalt des Films behandelte eine Vielzahl relevanter Themen. Von zwischenmenschlichen Beziehungen und einem Aufruf zur Revolution bis hin zur Zerstörung natürlicher Lebensräume aus Habgier.

Avatar zeigt die wahre Natur dessen, wie die Menschen das Land behandeln. Avatar übte auch offen Kritik daran, wie sich der Kolonialismus auf alles und jeden ausgewirkt und eine Lebensweise zerstört hat, die eigentlich hätte bewahrt werden müsste.

Ich bin ein großer Film Enthusiast und für einen netten Film Abend bin ich immer zu haben. Sign me up!

 

Lieblingssong?

Momentan liebe ich den neusten Song von Elton John und Dua Lipa- Cold Heart PNAU Remix verliebt. Das ist ein gute Laune Song und bring mich direkt zum mit wackeln.

 

 Lieblingsort?

Zu hause. In meinem Dschungel, umzingelt von 100 Hauspflanzen. Wenn ich wuerde, wuerde ich wahrscheinlich in einem Baumhaus leben – im Dschungel natuerlich.

 

Wenn Du etwas von jetzt auf gleich in unserer Gesellschaft/ Welt ändern könntest was würdest Du ändern und warum?

Das wir uns alle als Menschen sehen und wieder lernen miteinander respektvoll umzugehen und mit unserer Umwelt. Alles ist miteinander verbunden und jede Entscheidung hat einen Domino-Effekt.

 

 

 

 

 

 

We introduce: Andrea and ABE. Skin Food

PORTRAIT OF A LADY (SOMETIMES A MEN) AND EVERYTHING I LOVE TO RECOMMEND

 

Liebe Andrea, bitte stell Dich in 5 Sätzen kurz vor

Hallo, ich bin Andrea, Gründerin von ABE.. Ich arbeite seit mehr als 15 Jahren im Fashion Business – eine schnelllebige Welt, die von Schönheitsidealen geprägt ist und in der Trends sich selbst überholen. Als Ausgleich versuche ich seit vielen Jahren für mich persönlich in der Balance zu bleiben und in dem Zusammenhang begleitet mich das Thema Healthy Aging schon lange. Vor allem die Ernährung spielt hierbei eine große Rolle, denn sie ist allesentscheidend für unser Wohlbefinden, für das Erscheinungsbild unserer Haut und für einen ganzheitlichen Healthy Aging Prozess.

Meine große Leidenschaft für Heilpflanzen, Klostermedizin, Yoga, Ernährungswissenschaften und Naturkosmetik ist dadurch in den letzten Jahren immer größer geworden und so war es ein natürlicher Prozess, dass ich letztes Jahr gemeinsam mit meinem Mann ABE. Beauty Skin Food gegründet habe. Wir haben gemeinsam mit Dermatologinnen und Ernährungswissenschaftlerinnen ein Konzept für Supplements entwickelt, das Pflanzenextrakte der traditionell europäischen Kräuterlehre mit den neuesten Erkenntnissen aus der Hautforschung kombiniert. Wir wollten einzigartige, natürliche Supplements entwickeln, die wirklich nur die besten pflanzlichen Inhaltsstoffe enthalten.

Um den Biorhythmus der Haut zu berücksichtigen haben wir mit Dermatologinnen eine 2-Phasen Kur entwickelt, die die Haut von Innen nährt und gleichzeitig einen positiven Effekt auf den gesamten Organismus hat. Unsere Kunden bemerken meistens zuerst, dass ihre Nägel fester und die Haare fülliger werden, bevor sie nach ca. einem Monat die Ergebnisse an ihrem Hautbild feststellen. Und da hört es natürlich nicht auf: Verdauung, Lebertätigkeit, Stoffwechsel. Alles hat eine Auswirkung auf unser Hauterscheinungsbild, aber eben auch auf unsere Gesundheit und das Wohlbefinden im Allgemeinen.

 

Und hier noch 10 kurze Fragen:

Was ist Dein Lieblingswort und warum?

Love. Klingt leider total abgedroschen, aber sie ist meiner Meinung nach der Ursprung alles Guten und der Schlüssel zur Erfüllung jedes Einzelnen. Ich glaube an Karma und daran, dass alles im Fluss ist. Wir leben nicht allein auf dieser Welt und Liebe kann einen positiven Shift in der Gesellschaft bewirken. Und das Schöne ist, sie beginnt bei uns selbst und im Kleinen und kann doch Großes bewirken.


Welches Erlebnis hat Dich in den letzten 3 Monaten am meisten berührt?

Mein Trip mit meiner Familie nach Paris. Wir haben dort gemeinsam meine Studienzeit Revue passieren lassen und ich habe meinen Kindern meine damalige Hood gezeigt.


Was ist Dein Motor?

Die Leidenschaft für Heilkräuter und Naturkosmetik. Ich möchte die Verbindung zur Natur und das althergebrachte Wissen wieder in den modernen Alltag integrieren. Als ich begonnen habe mich mit Klostermedizin, Heilkräutern, Naturkosmetik zu beschäftigen, habe ich schnell eine Veränderung gespürt und das möchte ich weitergeben.

Unsere Großmütter haben früher gewusst, für welche Wehwechen wir welches Kraut nutzen können und wir kennen es meist selbst noch aus Kindertagen: Zwiebeln gegen Ohrenschmerzen, Thymian gegen Husten, Hagebutten-Tee bei Erkältung. Ich könnte ewig so weitermachen.

Heilkräuter haben nicht nur die Kraft kleinere Krankheiten zu heilen. Sie helfen richtig eingesetzt auch die Stoffwechselprozesse im Körper anzuregen, unsere Lebertätigkeit zu unterstützen, die Verdauung anzuregen und verbessern so das Hautbild von Innen heraus.


Wie hältst Du Dich in Balance?

Ich ernähre mich gesund und vegetarisch. Letztes Jahr habe ich wieder angefangen Tennis zu spielen und liebe diesen Sport! Yoga und Meditation bringen mich in Balance und beim Joggen bekomme ich den Kopf frei. Meine Familie ist mein absoluter Ruhepol. Und ich bin ein sehr sozialer Mensch und lege viel Wert darauf, meine Freunde regelmäßig zu sehen und mit Menschen im Austausch zu sein.


Was bringt Dich sofort aus der Balance?

Zu wenig Schlaf!


Lieblingsbuch?

Die Kameliendame von Dumas. Mit dem Buch verbinde ich unglaublich schöne Erinnerungen.


Lieblingsfilm?

Nicht Film, sondern Serie. Nach wie vor ‚Friends‘. Fühlt sich an wie eine warme Umarmung.


Lieblingsort?

My home is my castle!

Und das Meer. Insbesondere liebe ich die raue Nordsee im Winter.


Wenn Du etwas von jetzt auf gleich in unserer Gesellschaft / Welt ändern könntest, was würdest Du ändern und warum?

Ich würde mir wünschen, dass wir mehr auf die junge Generation hören. Die Fridays for Future Bewegung wurde viel zu lange von der Politik belächelt. Wir haben keinen Planet B. Es gilt jetzt die richtigen Entscheidungen zu treffen, damit wir weltweit in eine vielversprechende Zukunft blicken können!

Personal Training Online by WHEADON

Keep in touch with yourself through SELF-CARE 

personal-training

Berührungen sind elementar für unser Wohlbefinden und unsere Entwicklung.
Bereits ab der Geburt findet Haut-zu-Haut-Kontakt mit all seinen fördernden Facetten statt.
Er hilft die Temperatur, die Herzfrequenz und die Atmung des Neugeborenen zu regulieren.

Berührungen reduzieren nachweislich Stress, stärken das Immunsystem, verbessern den Schlaf,
unterstützen die Verdauung und stärken unser Einfühlungsvermögen.
Gesichtsmassagen helfen Kopfschmerzen und Zähneknirschen zu lindern.
Zudem sorgen sie für ein strahlendes, pralles Hautbild durch

  • die Stimulierung der Micro-Zirkulation & der Hautfunktionen
  • die Aktivierung des Hautstoffwechsels

Dadurch verbessern sie die Hautdichte & Festigkeit.
Die Gesichtskontouren sind klarer und das gesamte Wohlbefinden gestärkt.

SKIN FITNESS


Dein ganz persönliches Live Personal Training zeigt Dir, wie durch verschiedene kleine Trainingseinheiten Dein Wohlbefinden merklich gesteigert werden kann. Durch das Integrieren kleiner Massageeinheiten in Deine tägliche Pflegeroutine, verbesserst du die Ausstrahlung Deiner Haut und ihr Erscheinungsbild.

Mit der tägliche Routine erzielst du langfristig:

  1. Stärkung des Immunsystems
  2. Verbesserung des Wohlbefindens durch Stärkung der inneren Balance
  3. Vitale, gesunde Ausstrahlung
  4. Optimierung der Hautdichte & Festigkeit
  5. Feste und klare Kontururen

 

Dein Personaltraining beinhaltete:

  • Eine kurze Bedarfsanalyse – „Was ist Dein Wunsch?“ sowie die wunschentsprechende Massageanleitung.
  • Deine persönlichen 1 on 1 Online-Trainingseinheiten ist buchbar á 15 Minuten / 19 € oder á 30 Minuten / 38€ – in Deinem vertrauten Ambiente, direkt von zu Hause.

 

> TERMIN BUCHEN

 

 

Jacks Beautyline at Wheadon

Wir sind stolz
JACKS BEAUTYLINE
 live und unplugged
in unserem Store präsentieren zu können.

Eine wundervolle, knackige Make-up-Linie mit einer phantastische Farbauswahl, so individuell wie die Menschen dieser Stadt.

Made in Berlin!

Kleine, feine Marken unterstützen – bei uns testen und online bestellen.
Der Code WHEADON5 sichert Dir 5% DANKESCHÖN!

 

 

Danke, Birgit Senger!

Nicole Wheadon im Gespräch mit Birgit Senger (imsalon.de)

Nicole Wheadon: Die Wertung von Berufen muss neu strukturiert werden – weg von „studiert“ und „nicht studiert“

Work-Life-Balance ist ihr Unwort, dennoch setzt die Berliner Unternehmerin des Jahres 2021 auf flexible Arbeitszeiten und neue Geschäftskonzepte mit ihrem Beauty Concept Store…

Ihre 3 G‘s sind die des persönlichen Wohlfühlens: gesehen, gefordert und gefördert! Nicole Wheadon gelingt mit ihrem holistischen Beauty Concept Store „Wheadon“ in Berlin Mitte die Wahl zur Unternehmerin des Jahres 2020/21. In der Corona-Krise sieht sie die Chance, den absurden Abi-Zwang zu verdrängen und macht Wertedenken zum Politikum. Flexible Arbeitszeitgestaltung regeln die Mitarbeiter selbst, obwohl „Work-Life-Balance“ das persönliche Unwort ihrer Chefin ist.

Im Gespräch mit Birgit Senger

Herzlichen Glückwunsch, Sie haben mit ihrem Unternehmen“WHEADON wohlfühlen ist hautsache”, einem Beauty Conzept Store den Preis zur Unternehmerin 2020/21 gewonnen. Wie geht es Ihnen heute?
Nicole Wheadon:
 Im Moment sehr gut, ich komme gerade vom See. Die Herausforderung von Covid-19 fühlt sich manchmal noch negativ an. Aber in jeder Herausforderung steckt etwas Positives!

Was ist das Positive für Sie?
NW:
 Eine Neustrukturierung des Geschäftes, eine Aufwertung der Dienstleistung. Ich sehe eine Chance, das Schulsystem weg vom absurden Abi-Zwang, hin zu alternativen Bildungswegen, z.B. ein Handwerk zu erlernen, zu bringen. Ich hoffe, dass die Wertung von Berufen neu strukturiert und nicht mehr nach „studiert“ oder „nicht studiert“ eingestuft wird.

Im Rahmen der Selbstverwirklichung verstehen immer mehr Menschen, dass Beruf von Berufung kommt. Ich denke, ein Beruf sollte nicht anstrengend sein. Und er ist es dann nicht, wenn man sich dazu berufen fühlt. Das große Schlagwort „Work–Life–Balance“ ist für mich ein Unwort, denn 80 Prozent meines Lebens verbringe ich mit der Arbeit. Ich bin kein Freund von Selbstausbeutung, das bitte nicht falsch verstehen! Aber etwas tun, bei dem man keine Freude empfindet, sollte man tunlichst meiden. Bereits in der Schule sollte vermittelt werden, sich selbst mehr wert zu sein. Stattdessen werden im Schul- und Ausbildungssystem aus Affen Giraffen und aus Giraffen Affen gemacht. Das hat leider nichts mit Förderung und Begeisterung am Lernen zu tun.

Wie kann man junge Menschen wieder für das Handwerk begeistern?
NW:
(Lacht) Na ja, indem man Affen Affen sein lässt und Giraffen Giraffen! Es muss sich grundsätzlich etwas ändern, und zwar mehr Freude am Lernen zu fördern und weg von der Bewertung durch Noten.

Welche Erinnerung haben Sie an ihre Lehrzeit?
NW:
 Ich bin um meine Lehrzeit sehr froh. Ich habe dort gelernt zu arbeiten und an meine Grenzen zu gehen, meinen Kopf zu hinterfragen und mir Möglichkeiten zu schaffen. Ich weiß nicht, wie die Leute glauben können, eine praxisbezogene Ausbildung sei weniger wert oder eher was für Doofe. Für mich hat das duale Ausbildungssystem viele Vorteile, nicht ohne Grund streben Länder wie die USA danach, es einzuführen.

Welche Möglichkeiten hat man nach einer Ausbildungs in Ihrem Geschäft?
NW:
 Man kann überall arbeiten. Bei Film, Fotoshooting, Hochzeiten, Produktionen oder ein eigenes Unternehmen gründen.

Wir reden im Moment sehr viel von Wertschätzung, die uns entgegengebracht wird. Ihr Ansatz ist auch zu hinterfragen, was ist mir mein Job wert? Wie viel Zeit bin ich bereit zu investieren, wie viel Geld möchte ich verdienen, wie viel Freude soll er mir bringen? etc. …
NW: 
Genau. Vielleicht ist es auch sinnvoll zu fragen, wie viel Geld brauche ich eigentlich für meine persönliche Zufriedenheit?Was bin ich für ein Mensch? Was macht mich persönlich zufrieden? Viele Menschen möchten nicht mehr Vollzeit arbeiten. Die Tendenz geht zur 4 –Tage Woche.

Gibt es in Ihrem Unternehmen eine 4– Tage Woche?
NW:
 Bei mir können die Leute so viel arbeiten, wie sie wollen. Ich habe nichts davon, unflexibel zu sein, es ist schon schwer genug, Leute zu finden. Aber um Ihre Frage zu beantworten: JA, SELBSTVERSTÄNDLICH! Ich möchte, dass sich meine Mitarbeiter ihre Arbeitszeit selbst einteilen können. Ich möchte nicht dafür verantwortlich sein, dass sie keine Freizeit haben.

Achtsamkeit als Teil Ihres Salonkonzeptes
NW:
 Ich wollte mit „Wheadon“ einen Ort schaffen, an dem alle sich wohlfühlen, denn nur wer sich wohlfühlt, kann das an die Gäste weitergeben.Das heißt allerdings nicht, dass ich mit Wattebällchen um mich werfe, mit Handtüchern wedele und Kräutertee-Blabla. Menschen müssen sich selbst gegenüber anspruchsvoll sein, sonst fühlen sie sich bei uns per se nicht wohl.

Was bedeutet für Sie wohlfühlen?
NW:
 Für mich bedeutet wohlfühlen: sich gesehen, gefordert und gefördert fühlen.

Was zeichnet Wheadon aus?
NW:
 Wir sind ein holistisches Beauty Conzept, das offline und online arbeitet. Mit wiederkehrenden Quick Beauty Treats für Augenbrauen, Gesicht und Haare, einem Barbier und Frauenfriseur und einem Reset Spa, der Körper, Gesicht und Geist miteinander verbindet. Das Ganze unterstützen wir in Workshops auch außerhalb des Geschäftes und sind gleichzeitig Showroom für kleine feine Marken, die unser Wertedenken teilen: Durch bewussten Konsum politisch zu sein, denn bei jedem Euro, den wir ausgeben, zeigen wir, wofür wir stehen.

Was hat Sie motiviert am Wettbewerb zur Unternehmerin des Jahres teilzunehmen?
NW:
 Hätte es Corona nicht gegeben, hätte ich mich wahrscheinlich nie beworben. In einem normalen Geschäftsjahr bin ich zu 100 Prozent mit meinem Unternehmen beschäftigt. Doch das Preisgeld von 10.000 Euro haben mich dazu bewegt und entsprechend haben wir eine Bewerbung geschrieben. Und die Aussicht, ein positives oder negatives Feedback zu meiner Arbeit von Menschen zu bekommen, die mich nicht kennen, ist unbezahlbar. Ich komme aus einer Generation, die nicht gewohnt ist, sich selbst zu loben oder die eigene Arbeit ständig zu bewerten. Über die Auszeichnung „Unternehmerin des Jahres 2020/21“ freue ich mich sehr. Ich habe dadurch ein gesundes Gefühl für meine Arbeit bekommen. Diese Anerkennung hat in mir eine Tür geöffnet, die mich und das, was ich jeden Tag mit Liebe und Leidenschaft mache, nochmal mit anderen Augen betrachten lässt. Dadurch mein Führungsstil verändert.

Wie genau hat sich Ihr Führungsstil geändert?
NW:
 Wenn ich will, dass sich jemand verantwortlich fühlt, muss ich ihm Verantwortung geben. Ich muss bereit sein, Zugeständnisse zu machen und dafür sorgen, dass sich alle mit dem Unternehmen verbunden fühlen. Daran arbeite ich. Wenn ich den „Wir Faktor“ haben möchte, muss ich auch offen für die Vorschläge meiner Mitarbeiter sein. Wenn diese nicht zu mir passen, muss ich hinterfragen, warum eigentlich nicht? Und wenn es passt, auch gemeinsam neue Wege einschlagen, wie dem Wunsch einer Kollegin im Schulungsbereich ihr Wissen weiter geben zu wollen. Und wenn es nicht passt, sich besser trennen, als mit falschen Leuten zusammenzuarbeiten. Auch das habe ich gelernt: Ich gestehe mir mein Fehlverhalten ein und sage auch mal, wenn es mir nicht gut geht. Ich mache mich damit verletzbar, kann aber auch die Verletzbarkeit der Anderen besser akzeptieren.

Wie sieht für Sie ein innovativer Friseursalon aus?
NW:
 Keine Ahnung, ich habe keinen Friseursalon, ich komme aus einer anderen Ecke: Ich habe einfach verschiedene Konzepte miteinander verbunden. Ich finde Friseursalons ganz fürchterlich.

Wie das?
NW:
Ich mag es nicht, fünf laute Föhns nebeneinander zu haben und finde es grauenhaft, wenn mir Musik aufgezwungen wird. Und ich mag es gar nicht, die Gespräche anderer Gäste anhören zu müssen, das macht es für mich sehr anstrengend. Was uns sicherlich ausmacht, ist, dass wir sehr zurückhaltend arbeiten. Ich denke, es ist wichtig, von vornherein etwas so zu machen, wie man es selber gerne hätte. Wir sind alle gar nicht so einzigartig, wie wir glauben. Dementsprechend reicht es völlig, seinen eigenen Lieblingsort zu kreieren, da kommen dann schon genügend Gleichgesinnte.

Wie definieren Sie Dienstleistung?
NW:
 Dienstleistung heißt jemand gerne dienlich sein. Und wenn man das nicht gerne tut, sollte man es schleunigst sein lassen. Ich bin wahnsinnig gerne dienlich, weil es mich froh macht.

Ich bedanke mich für das ehrliche Gespräch und wünsche weiterhin viel Erfolg mit Dienstleistung, die Freude macht.